Köln, Rheinenergie Stadion, 01. August 2013

Ein Bericht zum HRS Business Run 2013

Mit Tränen in den Augen schickte am 18.07.2013 Agenturchef Horst Müller seine 3 Teams auf die 5,2 km lange Runde des 13. HRS Business Run in Köln.

3 Monate zuvor wurde durch seine Mitarbeiterin Katharina Herbers der Vorschlag in den Raum geworfen, an einem der 3 größten Firmenläufe in Deutschland teilzunehmen.
Dieser Idee wurde erst mit Skepsis begegnetet. Aber nach teilweise stundenlangen Einzelgesprächen gelang es dem spontan bestimmten Teamkapitän Manfred Haupt 3 Teams für diesen Lauf zusammen zu stellen.
Mit dem Team „GO“ (Katharina Herbers, Sonja Demers, Manfred Haupt), dem Team „alaaaf.de“ (Horst Müller „Ghostläufer“ -Michael Löhnert-, Martin Zylka, Dennis Hille) und dem
Team „Exklusiv un Jot“ (Klaus-Jürgen Deuser, Martin Schoops, Klaus Rupprecht) wurden 3 „ausgeglichene“ Teams gebildet.

Nun begann die knallharte Vorbereitung in deren Verlauf viele Tränen flossen und die eine oder andere Blessur davon getragen wurde. Doch das Training zeigte bald erste Erfolge und
die anfänglich doch etwas bedenklichen Zeiten verbesserten sich rasant. Auch die endlose Jammerei wandelte sich langsam aber stetig in eine gewisse Vorfreude. Einzelne gesundheitliche
Rückschläge (Knie, Rücken, Hüfte, Kopf…..) und wohl begründete Trainingspausen (kein Bock, zu heiß, Regen, Matsch) konnten diese Leistungssteigerungen nicht wirklich aufhalten.

Am Morgen des 18.07.13 entschied sich „Chief“ Horst Müller auf den Rat seiner Ärzte und Physiotherapeuten zu hören und wegen mehrerer schwerwiegenden Verletzungen auf einen Start zu verzichten.
Als Ersatz konnte der Mittelstreckenspezialist Michal Löhnert kurzfristig gewonnen werden.

Dann war es soweit. Nach monatelanger Schinderei und etlichen Trainingskilometern, Dennis Hille erreichte erstaunliche 6 Km,
betraten Sonja Demers und Manfred Haupt um 16:55 Uhr das Veranstaltungsgelände um letzte Details zu klären.
Diese wurden schnell erledigt und nun begann die mentale und körperliche Vorbereitung auf den anstehenden Lauf. Langsam trudelten auch die
restlichen Teilnehmer ein und um
18:45 Uhr waren letztendlich alle Teams komplett. Mit einem extra für diese Veranstaltung entwickelten Aufwärm- und Ernährungsprogramm begann die
letzte heiße Phase vor dem Lauf.

Die Teams füllten Ihr Energie Depot mit elektrolytischen Drinks und einer leicht bekömmlichen Mahlzeit auf. Team „Exklusiv und Jot“, dass im Vorfeld als stärkstes Team
einzuschätzen war, begab sich früh an den Start, um in einen der vorderen Blöcken (gestartet wurde in Blöcken zu 1500 Läufern
alle 8 min ab 19:00 Uhr) zu starten. Dabei nahm sich das Team „Exklusiv un Jot“ vor, eine Jecke Gesamtzeit von 1:11 h zu laufen. Um kein unnötiges Gewicht am Mann zu haben, wurde auf die
Mitnahme einer Telekommunikationsmöglichkeit verzichtet.


Mit 8 min Verspätung wurde um 19:08 Uhr der erste Pulk von Läufern auf die Strecke geschickt. Team „GO“ und Team „alaaaf.de“ hatten unterschätzt, wie ehrgeizig die Läufer an den Start drängten und sahen sich plötzlich der Situation gegenüber im letzten Startblock laufen zu müssen.
Doch hier half der militärische Hintergrund von Manfred Haupt, durch ausspähen der Lage wurde eine Lücke in den feindlichen Linien entdeckt und durch einen kurzen Ruf wurden die Läufer der Teams dazu aufgefordert in diese Lücke vor zu rücken. Leider konnten das Team „Exklusiv un Jot“ wegen der oben erwähnten fehlenden Kommunikationsmöglichkeit nicht davon in Kenntnis gesetzt werden. So starteten die beiden vermeintlich schwächeren Teams um 19:16 Uhr mit dem zweiten Block und das Team „Exklusiv un Jot“ im sechsten Block um 19:48 Uhr.

Endlich ging es auf die Strecke. Bei strahlenden Sonnenschein und 30 Grad im Schatten schickte Horst Müller seine Läufer in Ihren weißen Laufshirts (an dieser Stelle ein recht herzlichen Dank an Hans Kürten. Ohne Ihn wäre es nicht möglich gewesen so kurzfristig an ein so gutes Outfit zu kommen) auf die 5,2 Km lange Runde.

Schon nach wenigen Metern (waren es 100?) zollten Katharina Herbers und Martin Zylka dem hohen Anfangstempo Tribut und bekamen Seitenstiche. Doch durch Herausnahme des Tempos und einer extra entwickelten Atemtechnik bekamen beide Läufer dieses Probleme in den Griff. Bei Kilometer 1,5 kam es dann zu einem rührenden Moment. Michael Löhnert, der Mittelstreckenspezialist, kam extra 200 m zurückgelaufen um sich von seiner Partnerin zu verabschieden mit dem Ziel eine gute Zeit zu laufen. Bei einigen Zuschauern am Streckenrand flossen bei dieser Szene Tränen.
Team „GO“ lief die gesamte Strecke zusammen und schaffte es durch gegenseitiges Anfeuern gemeinsam über die Ziellinie zu laufen. Besonders Sonja Demers gelang es dabei Ihren inneren Schweinhund zu überwinden und die gesamte Strecke durch zu halten. Wer hätte das 3 Monate vorher für möglich gehalten? Team „GO“ lief zwar keine Zeit die in die Geschichte eingehen wird, hatte aber sicherlich einen der schönsten Zieleinläufe dieses Runs.

Team „alaaaf.de“ wurde schon früh auseinander gerissen. Man hatte sich darauf geeinigt, aufgrund der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, separat zu laufen. Auch hier kann man vor der Leistungssteigerung von Martin Zylka nur den Hut ziehen. Durch sein konsequentes Training blieb er nur knapp über seiner persönlichen Bestzeit. Dennis Hille steckten die vielen Trainingskilometer noch in den Knochen. Er hatte sich zwischen seinen unzähligen Trainingseinheiten zu wenige Erholungsphasen gegönnt. Aber er biss sich durch und konnte voller Stolz mit einer für Ihn guten Zeit durchs Ziel laufen. Michael Löhnert war der schnellste der 3 Läufer, was auch nicht überraschend war, und lief locker durchs Ziel.

Team „Exklusiv un Jot“ hatte unter der schlechten Startposition zu leiden und lief mehr oder weniger einen Slalomrun. Durch die vielen langsameren Läufer auf der Strecke war ein kontinuierliches Tempo nicht möglich und Klaus Rupprecht wurde von Knacki Deuser und Martin Schopps getrennt.

Angetreten um eine Jecke Gesamtzeit von 1:11 h zu laufen, gelang es, mit den super Einzelzeiten von,
Klaus-Jürgen Deuser - 00:22:51 h
Martin Schopps - 00:23:02 h
Klaus Rupprecht - 00:25:15 h
diese Ziel mit einer Zeit von 1:11:07 zu erreichen.
Respekt meine Herren, das kann man nicht lernen!

Am Ende gab es nur zufriedene und glückliche Läufer sowie einen stolzen „Chief“ Horst Müller. Man war sich schnell einig, dass das ganze nach einer Wiederholung schreit. Auch Nina Dietrich, Ute Rose-Müller, Guido Cantz und Regine Holzky, die leider aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen konnten, wollen dann die Laufschuhe schnüren um an diesem schönen Ereignis teilzunehmen.

Bei schönsten Wetter und diversen Getränken blieben einige Läufer bis zum späten Abend auf dem Veranstaltungsgelände und genossen die angenehme Atmosphäre.
Zum Schluss gilt es noch Kerstin Cantz, Hans Kürten, Roland Kärmer und Michael Löhnert für die nicht selbstverständliche Unterstützung zu danken, dass dies so ein ausgesprochen schönes Erlebnis wurde.
Und natürlich Danke an die Künstler vom Team „Exklusiv un Jot“ und die Mitarbeiter der Firma GO GmbH für die Bereitschaft bei diesem Lauf teilzunehmen.

Es berichtete für Sie:
Manfred Haupt
Umschüler Go GmbH

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